Das neue Angebot der Swisscom mit dem Namen “inOne” kombiniert Internet, Festnetz, TV und Mobil in einem Paket. Laut Swisscom lassen sich die einzelnen Bausteine “erweitern, verschlanken oder ganz ausschliessen”. Die Internet, Festnetz oder TV Leistung lassen sich unabhängig voneinander Konfigurieren. Zudem lässt sich das Abonnement mit bis zu fünf Mobile Abos kombinieren. Kunden profitieren hierbei von einem “inOne”-Preisvorteil.
Swisscom nähert sich der Konkurrenz: Das schnellste FTTH-Angebot mit 1 Gbit/s kostet neu CHF 90 im Monat statt CHF 139. Damit reagiert Swisscom im Preiskampf mit z. B. dem Angebot von Init7 mit 1 Gbit/s für CHF 64.75 im Monat. inOne ist ab April erhältlich und löst die bestehenden Vivo und infinity Produkte ab. Bestehende Kunden können ab April auf die neuen Angebote wechseln.
Quelle: Medienmitteilung (pdf)
]]>Laut Mediensprecher, Sepp Huber, sei das Problem bei der «Ethernet Access Platform» zu suchen gewesen. Die technische Panne entpuppte sich jedoch lange Zeit als ein Rätsel. Laut «NZZ» bleibt die genaue Fehlerursache weiterhin unklar.
]]>Ab Seite vier der Präsentation “IP Peering & Transit” werden Statistiken zum Swisscom Internet Backbone gezeigt. Interessant sind vor allem die angaben, von wo die angeforderten Daten (Traffic Origin, Source) kommen. So ist ersichtlich dass alleine Google (inkl. YouTube), Akamai und Netflix mehr als 50% Traffic ausmachen. Akamai als Content Delivery Network (CDN) liefert unter anderen auch Daten für Facebook, Apple, eBay, Adobe und viele andere Kunden.
Zur Erinnerung: Netflix ist in der Schweiz erst seit September 2014 verfügbar, und war somit nur neun Monate später bereits für 5% des gesamten Inbound-Traffics verantwortlich. Zum Zeitpunkt der Präsentation verfügte Swisscom um ein Traffic Level von 550 Gbps Inbound und 125 Gbps Outbound.
Der Inbound Traffic besteht aus 200 Gbps aus Caches (Google, Akamai, Zattoo) und 200 Gbps aus Peering. Die restlichen 150 Gbps stammen von Transit-Providern (DTAG, France Telekom, Flag/Reliance Telecom).
Die ganze Präsentation (im PDF Format) wird auf der SwiNOG-Webseite zum Download angeboten (Mirror).
]]>Schon seit vielen Monaten beklagen sich Swisscom-Kunden über eine schlechte Qualität beim Netflix schauen. Der technische Grund ist einfach zu erklären. Die Streams werden in Echtzeit aus dem CDN von Netflix zum Swisscom-Kunden in sein gemütliches Zuhause geliefert und irgendwo auf dem Weg dahin besteht ein Engpass bei der Übertragung des Datenstreams. Damit der Benutzer trotzdem seine superspannende Serie weiterschauen kann, reduziert Netflix automatisch die Qualität des Bildes. Es müssen weniger Daten übertragen werden und die Leitungen werden entlastet. Auf dem Handy mag der Qualitätsunterschied aufgrund des kleinen Screens nicht so stören, auf dem Super-Duper-Mega-Tollen-75 Zoll Fernseher kann man aber Walter White von Gustavo Fring in «Breaking Bad» kaum mehr unterscheiden.
Netflix publiziert monatlich Statistiken, mit welcher durchschnittlichen Bandbreite die Netflix-Benutzer zu Peak-Zeiten am Abend ihre Serie oder ihren Film schauen können. Leider werden nur die grössten 6 Provider in der Schweiz aufgeführt. Swisscom als grösster Provider in der Schweiz liegt aktuell abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Und jetzt kommen wir zum eigentlich Problem. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Swisscom die schlechte Qualität der Netflix-Streams verbessern möchte. So blöd sich das anhört, sie kann es aber nicht. Während andere Provider die Netflix-Streams zu jeder Zeit ohne Leistungseinbusse an ihre Kunden liefern können und die Daten mit einer direkten Verbindung (Peering) zu Netflix beziehen, muss Swisscom den Umweg über meist ausländische Peering Locations wie z.B. Amsterdam, Frankfurt oder New York machen. Der mit Abstand grösste Telekomanbieter in der Schweiz mit einer riesigen Portokasse kann also etwas nicht, was die kleinen Provider in der Schweiz problemlos können?
Die meisten Internet Provider haben ein eigenes kleines oder auch grösseres Netz, welches Sie mit anderen Netzen zusammenschliessen. Das Internet ist nichts anderes als ein Zusammenschluss von tausenden heterogener Netzen. Weil ein kleiner lokaler Internet Provider zum Beispiel auf den Balearen nicht mit jedem Provider auf der ganzen Welt eine direkte Verbindung errichten kann, kauft er sich Leitungskapazität bei einem sogenannten Transit Anbieter ein, welcher dann sein globales Netz wieder mit andern kleinen Providern verbindet und den Datentransfer übernimmt. Somit ist gewährleistet, dass auch der José auf den Balearen seine Tante Olga dritten Grades in St. Petersburg per E-Mail oder Skype kontaktieren kann. Der Transit Anbieter übernimmt die Übertragung der Daten von Spanien nach Russland.
Leider ist die Welt kein Ponyhof. Die Welt ist böse. Ich weiss, das ist hart. Insbesondere Internet Provider mit einer grösseren Kundenbasis versuchen ihre Marktmacht oder manchmal auch ihr Monopol auszunutzen, um zweimal abzukassieren. Sie kassieren Geld beim Endbenutzer für den Internetzugang, verlangen dann aber auch nochmals Geld von den Internet Content Anbietern wie zum Beispiel Google, Zattoo, Webhostern oder eben Netflix, damit diese eine direkte Verbindung mit Ihrem Netzwerk herstellen können. Weigern sich diese zu bezahlen, haben die Content Anbieter keine andere Wahl als sich Transit bei einem Dritten Anbieter zu kaufen, welcher dann die Daten wieder zum bösen Internet Provider weiterleitet. Vom bösen Internet Anbieter wird grosszügig darüber hinweggesehen, dass ohne Content Anbieter gar niemand einen schnellen Internet Anschluss bei ihm kaufen würde. Die Nachfrage für schnelle Anschlüsse wäre mehrheitlich weg.
Ok, wo ist nun das Problem? Ganz einfach. Der böse Internet Provider verfügt oftmals nicht über genügend Kapazität zum Transit Provider. Somit gibt es keinen schnellen Weg mehr vom Content Anbieter zum Benutzer beim bösen Internet Provider. Ein Content Anbieter ist jedoch auf eine gute Anbindung zum Kunden angewiesen. Denn ohne gute Anbindung wird der Kunde den Dienst nicht verwenden oder sofern möglich zur Konkurrenz wechseln. Das Machtverhältnis zwischen dem Content Anbieter und dem bösen Internet Provider ist mit wenigen Ausnahmen sehr einseitig verteilt. Dies ist keine gute Ausgangslage bei Preisverhandlungen für eine direkte Verbindung.
In Amerika haben die Menschen oft nur einen einzigen Internet Provider zur Auswahl. Der Internet Provider hat ein Monopol. Die amerikanische Firma Comcast hat sich diese Ausgangslage auch zu Nutze gemacht und die Verbindungen zu Netflix wurden aufgrund der steigenden Nachfrage immer schlechter, während das eigene TV-Angebot selbstverständlich nicht unter Kapazitätsproblemen zu leiden hatte. Die Lösung war, dass Netflix anstelle der Gebühren an einen Transit Provider diese direkt an Comcast bezahlte und somit eine direkte Verbindung mit genügend Kapazität erstellen konnte.
Anfangs Jahr stand die upc cablecom GmbH vor einem ähnlichen Problem. Der Schweizer Ableger gehört zu Liberty Global, einem globalen Konzern mit zweistelligem Milliardenumsatz. Die Verbindungen zu Netflix waren schlecht, weil keine direkte Verbindung zwischen den beiden Netzen bestand. Die Netflix-Streams mussten über überlastete Transit-Verbindungen transportiert werden. Erst nach mehreren Monaten Scherereien und öffentlichem Druck wurde am 9. Februar 2016 ein direktes Peering zwischen Netflix und Liberty Global in Amsterdam errichtet.
Gemäss BGP-Table-Dump von #RouteViews peert UPC und #Netflix seit 9. Feb. 13:44 GMT. Bitzli schlechte Presse und UPC knickt ein, @Bischrol?
— Fredy Kuenzler (@kuenzler) February 18, 2016
Und plötzlich waren die Probleme grösstenteils weg. Netflix übergibt die Streamdaten in Amsterdam an Liberty Global und diese transportiert die Daten weiter an Ihre einzelnen Tochtergesellschaften in Europa wie zum Beispiel die upc cablecom in der Schweiz. Für die direkte Verbindung zu Liberty Global (UPC) muss Netflix gemäss nachfolgender Quelle nichts bezahlen.
Die Vermutung, dass #Netflix für #Peering an #UPC zahlt, ist nicht zutreffend. Habe ich aus erster Hand. https://t.co/dcDQPOwRV9 @telekuh
— Fredy Kuenzler (@kuenzler) March 21, 2016
Die Swisscom praktiziert ein ähnlich zwiespältiges Geschäftsmodell in der Schweiz. Sie verbindet Ihr Netz nur kostenlos, wenn die Gegenpartei nicht mehr als die doppelte Anzahl an Daten an Swisscom liefert, wie Swisscom an die Gegenpartei. Im Fachjargon handelt es sich hier um eine restriktive Peering Policy mit einer 2:1 Ratio. Es liegt in der Sache der Natur, dass die Endkunden beim Provider mehr Daten von den Content Anbietern konsumieren, als dass sie senden. Aufgrund der Marktsituation führt in der Schweiz kein Weg an Swisscom vorbei. Die lokalen Content Anbieter sind gezwungen, Übertragungskapazität zu Swisscom entweder per Transit oder direktem Peering zu kaufen.
Auch bei Swisscom würden die überlastenden Verbindungen zu Netflix verschwinden, würde man eine direkte Verbindung zwischen Netflix und Swisscom herstellen. Netflix hat bereits Ihr Netzwerk bis nach Zürich ausgebaut und technisch könnten die beiden Netze innert Minuten miteinander verbunden werden. Doch Swisscom ist in einer Pattsituation. Aufgrund des öffentlichen Druckes und der Nachfrage der Kunden will sie ein direktes Peering mit Netflix errichten, die eigene Peering Policy mit der 2:1 Ratio verunmöglicht jedoch dieses Vorhaben.
Die Machtverhältnisse haben sich vertauscht. Netflix als Content Anbieter sitz am längeren Hebel, weil die Konkurrenz wie UPC, Sunrise, Init7 über direkte Verbindungen zu Netflix Servern verfügt und somit eine bessere und stabilere Qualität liefern kann. Eine Aufgabe der 2:1 Ratio von Swisscom wäre zwar möglich und begrüssenswert, würde jedoch ein sicheres Geschäftsmodell eliminieren und einige Manager-Boni wahrscheinlich in Luft auflösen.
Aufgrund verschiedener Aussagen auf Twitter, Foren und Newsseiten ist zu erkennen, dass Swisscom weiterhin eine kommerzielle Lösung mit Netflix anstrebt. Netflix soll eine direkte Verbindung mit Swisscom herstellen und diese anstelle der Transit Anbieter zum gleichen Preis entlöhnen. Doch dies wird Netflix vermutlich nicht machen. Swisscom ist international eine kleine Maus. Die Daten müssen nicht mehr per Transit über mehrere Länder verteilt werden. Sie sind nämlich schon da.
Artikel am 21.03.2016 um 14:24 mit Links sowie Infos zum Netflix – UPC Peering ergänzt.
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Seit gestern sind alle Webseiten vom Webseiten-Baukasten Jimdo und teile der Hosting-Firma HostGator gesperrt. Beim aufrufen einer besagten Webseite erscheint lediglich eine Hinweis-Seite der Swisscom.

Die vorgeschaltete Hinweis-Seite lässt sich auch auf blockphishing.bluewin.ch begutachten. – Screenshot: 05. März 2016
Die Sperre geschieht mittels DNS-Server der Swisscom. Dieser ist standardmässig im Router voreingestellt, kann auf Wunsch jedoch geändert werden. Um die Sperre zu umgehen, können z.B. die DNS-Server von Google eingetragen werden. Auch die Swiss Privacy Foundation betreibt eigene DNS-Server die benutzt werden können.
Betroffenen Unternehmen bleiben höchstwahrscheinlich auf dem schaden sitzen. Jimdo betreibt insgesamt 15’000’000 Webseiten, darunter auch bezahlte Webseiten mit eigener Domain. Bei HostGator ist unklar ob nur die eigene Startseite, oder ebenfalls alle Kundenseiten gesperrt wurden.
]]>Vorerst befindet sich das Projekt in einem Pilotversuch. Ausgewählte Swisscom Mitarbeiter konnten diese Technik bereites testen, nun dürfen es auch ausgewählte Kunden. Der Pilotversuch soll vor allem zeigen ob die Markteinführung machbar ist. An Standorten mit schlechter DSL Versorgung (>200 Meter Kupferkabel, bis zum nächsten Verteiler) kann LTE durchaus schneller sein. Vorerst möchte Swisscom 20 Mbit/s erreichen, wobei die Bandbreite von vielen Faktoren abhängt.
Quelle: Medienmitteilung
]]>Nebst Internet sind auch Telefon und TV betroffen, da diese Dienste vermehrt über das Internet (All IP) angeboten werden. Mittlerweile sollte die Beeinträchtigung behoben sein. Allenfalls ist eventuell ein Router Neustart notwendig.
Quelle: SRF Regional
]]>NAT444 beschreibt eine Technik, bei der nicht jeder einzelne Kunde eine öffentliche IPv4-Adresse erhält, sondern mehrere Kunden teilen sich eine. Der Kundenrouter sitzt sozusagen hinter einem weiteren NAT und erhält lediglich eine Private IPv4-Adresse. Der normale Kunde wird davon nichts merken. Wer jedoch irgendwelche Server-Anwendungen (z.B. NAS) über seinen Anschluss betreibt, der kann nicht mehr von aussen via IPv4-Adresse darauf zugreifen. Dies betrifft selbstverständlich nur IPv4. Bereits im August 2015 hat Swisscom IPv6 bei allen Privatkunden aktiviert.
[..] so musst du der Hotline anrufen. Erwähne das dein Anschluss auf CGNAT umgestellt wurde und du eine öffentliche IPv4 brauchst. Dazu kann der Swisscom Mitarbeiter einen begründeten CGNAT opt-out machen. – tuxone.ch
Laut tuxone.ch kann mit einem Anruf bei der Swisscom Hotline ein opt-out beantragt werden. Unter Umständen muss dieser opt-out begründet werden. Als Grund kann z.B. Heimautomatisation genannt werden.
Quelle: tuxone.ch & Swisscom Support Community
]]>Laut Swisscom [1] kann ab einer Kupferkabel länge von 220 Meter eine Geschwindigkeit von 300 Mbit/s erreicht werden. Unter 100 Meter werden 500 Mbit/s möglich sein. Unklar ist, wie verlässlich diese Werte sind, bzw. in wie fern es sich um Laborwerte handelt. Ab Ende 2016 soll die neue Technologie eingeführt werden.
Eine wichtige rolle in der Umsetzung spielt Huawei. Mit speziellen FTTS-DSLAMS soll das Glasfaserkabel noch näher an den Kunden gebracht werden. Die Hardware wird für die Übersetzung zwischen Glasfaser und Kupfer eingesetzt. Die von Huawei gelieferte FTTS-DSLAMS sind klein, Wasserdicht und sollen besonders Robust sein. Sie finden in kleineren Kabelschächten platz und beziehen den Strom direkt über das Kupferkabel.
[1] Inside-IT
]]>Begründung: Sunrise sei auf Vorleistungen der Swisscom angewiesen. Swisscom hätte diese Vorleistungen jedoch zu Markt unüblichen Preisen angeboten. Sunrise konnte preislich nicht mithalten, weshalb Swisscom schlussendlich den Auftrag erhielt.
Am Donnerstag den 19.11.2015, sieben Jahre später, hat die WEKO nun eine Busse verhängt. Swisscom muss acht Millionen Franken bezahlen. Swisscom wird das verfahren jedoch ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen, so wie es Swisscom auch schon bei einem anderen Fall macht der momentan auch noch hängig ist.
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